Buchtip: Perfektes Posing mit System

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Heute gibt es mal wieder eine Buchrezension für euch. Über die Weihnachtstage habe ich das Buch „Perfektes Posing mit System“ von Roberto Valenzuela verschlungen, welches mir sehr gut gefallen hat. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Posingbuch in dem verschiedenste Posen abgebildet sind. Bei diesen hatte ich oft das Problem, das ich mir die ganzen Posen nicht merken und diese dann auch nicht im Shooting anwenden konnte, weil ich mich im Eifer des Gefechtes nicht an die Details erinnerte. Ich denke mal ich bin da nicht der einzige. Der Autor beschreibt das selbe Problem und wählte daher in deinem Buch einen anderen Ansatz.

Hier werden die Posen mit System aufgebaut. Dafür hat er das sogenannte P3S entworfen, das einem Hilft eine Pose ohne Vorlage aufzubauen. Die Basis dieses Systems bilden 15 Punkte, die beachtet werden sollen. Jeder Punkt bezieht sich auf einen Aspekt des Körpers und beschreibt seine Wirkung, Probleme und Einsatzmöglichkeiten. Z.b.: gibt es ein Kapitel über die korrekte Haltung der Wirbelsäule, ein anderes über die Haltung des Kopfes, eins über die Positionierung der Arme und so weiter. Man kann sich somit an diesen 15 Punkten (oder nach Geschmack auch weniger) entlang hangeln und seine Pose aufbauen. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität des Systems. Wenn einem in einer sonst perfekten Pose die Armstellung nicht gefällt, geht man nochmal den Punkt für den Arm durch und kann so eine neue Pose finden.

Positiv ist mir an dem Buch aufgefallen, das System einleuchtet und genau erklärt warum manche Aspekte funktionieren und warum andere nicht. Dabei wird auch auf die Unterschiede von Männern und Frauen eingegangen und wie man Männer maskulin darstellen kann und Frauen femininer wirken lassen kann. Das System klingt logisch und ist um einiges einfacher zu behalten als ein ganzes Portfolio an fertigen Posings. Jeder Aspekt wird an Beispielbildern verdeutlicht und genau Analysiert was an den Bildern gut und schlecht wirkt.

Leider merkt man diesem Buch an, das der Autor ein Hochzeitsfotograf ist. Ich würde mal sagen 40% des Buches beziehen sich hauptsächlich auf Brautpaare. Das ist für mich als Portraitfotograf etwas schade, da ich meistens nur eine Person vor der Linse habe. Dieser Part war zwar auch interessant zu lesen, vor allem weil man das gelernte nochmal trainieren kann aber sonst für mich nicht relevant. Für Hochzeitsfotografen und wenn man oft spontane Gruppen/Paarfotos macht kann man aber das volle Potenzial  des Buches ausnutzen. Etwas schade ist auch, das das Buch an manchen Stellen unstrukturiert wirkt. Einige Aspekte wirken in anderen oder eigenen  Kapiteln besser aufgehoben und oft kommen Infos und Anekdoten aus heiterem Himmel, so als hätte sich der Autor beim schreiben daran erinnert und es direkt aufgeschrieben. Das mach ein Wiederfinden sehr schwierig.

Unterm Strich kann ich das Bucht aber nur empfehlen. Es richtet sich auch wie das letzte vorgestellte Buch ehr an Ambitionierten oder Profis, die nicht mehr mit Vorgefertigten Posen arbeiten wollen und verstehen wollen warum eine Pose wirkt, wie sie wirkt.

Mich würde mal interessieren, wie ihr das Posing von euren Models gelernt habt. Auch über Bücher oder rein Intuitiv? Welche Bücher würdet ihr empfehlen? Schreibt euren Beitrag gerne in die Kommentare.