Dessous-Shooting – Low-key

Wie versprochen kommt hier nun der zweite Teil des Dessous-Shooting Berichts. Allerdings war dieser um einiges klassischer als der erste Teil und daher gibt es auch nicht viel zu berichten, zumindest was das Setup angeht.

Da ich einen sehr starken Low-key look erzeugen wollte, bei den wirklich nur ein kleiner Lichtstreifen des Körpers zu sehen ist galt es erst mal die Lichtmenge so gut es geht zu reduzieren.  Nach einigem experimentieren hab ich folgendes Setup verwendet. Ich habe eine einzige Softbox auf ca. 11 Uhr gestellt und diese als einzige Lichtquelle verwendet. Dadurch entstand ein schönes Streiflicht, das nur die tätowierte Seite von Sara beleuchtete. Dabei gab es zwei Punkte, die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Zum einen hab ich eine relativ kleine Softbox verwendet (ca. 65×65 cm), wodurch ein sehr kontrastreiches Licht entstanden ist. Gerade, wenn man mit Streiflicht als einzige Lichtquelle arbeitet, wird das Licht nochmal „härter“, da es ja schlecht um den Körper herum leuchten kann. Dies ist zwar bei solchen Bildern durchaus erwünscht, aber ein etwas softeres Licht hätte ich mir schon gewünscht. Ein weiteres Problem der kleinen Lichtquelle war, das es eine Punktförmige Lichtquelle ist, wodurch eine starker Helligkeitsabfall zu den Beinen hin zu erkennen war. Hauptgrund war hier das ich die Lichtquelle recht nah an der Model heran stellen musste, da dahinter eine Wand war. Ich denke ich werde mir für das nächste Low-key shooting ein Striplight zulegen. Damit sollte der Helligkeitsabfall deutlich vermindert werden. Der zweite Punkt entstand durch das kleine Studio. Dadurch, das alle Wände weiß sind und sich relativ nah am Model befinden (Raumbreite ca 4m) fungierten diese wunderbar als Aufheller, den ich für ein Low-key Foto gar nicht gebrauchen konnte. Hier hilft es die Blende weiter zu schließen und die Blitzleistung etwas zu erhöhen. Somit fängt man sich weniger Streulicht von den Wänden ein und die Schattenbereiche werden dunkler.

Ein weiterer Punkt auf den ich eingehen will ist der Hintergrund. Hier habe ich einen schwarzen Fotohintergrund verwendet. Dieser besteht aus einen sehr licht schluckenden Stoff. Das hilft gerade bei Low-key Aufnahmen, da die Struktur des Hintergrundes fast unsichtbar wird. Auch gelegentliche Falten vom zusammenlegen des Stoffs verschwinden wie von Zauberhand. Auch hierbei auf eine geschlossene Blende achten, da die Strukturen sonst wieder sichtbar werden, wenn man mit Streulicht zu kämpfen hat. Anfangs hab ich einen schwarzen Stoff aus einem bekannten schwedischen Möbelhaus verwendet, aber dieser reflektierte das licht zu stark und glänzte leicht. Für den Zweck als Fotohintergrund war er weniger geeignet. Außerdem hab ich für den „echten“ Fotohintergrund weniger gezahlt, als wenn ich ihn selber aus einzelnen Stoffbahnen zusammen genäht hätte. Also manchmal ich Do-It-Yourself doch nicht günstiger 😉

Soviel also zum Setup der Low-key Bilder. Am Schluss gibt es wieder mal ein paar Bilder als Anschauungsmaterial. Ach ja… Nicht wunder. Das eine Foto ist KEIN Low-key Bild 😛