Dessous-Shooting – Tapete

Hey…

Ein Model, Ein Shooting zwei SetUps. Ich hatte es ja schon angekündigt und hier kommen nun die ersten Bilder vom Dessous Schooting mit Sarah. Heute würde ich gerne etwas mehr zu dem ersten Setup erzählen, da dieses einige Tücken beinhaltete. In einem weiteren Post werde ich dann noch über das zweite Setup, dem Low Key Setup, erzählen.

Die Grundidee war die folgende. Ich hatte schon länger die immer gleichen einfarbigen Studiohintergründe satt und wollte daher mal etwas mehr „Farbe“ in den Hintergrund bringen. OK.. Eine grau/schwarze Tapete ist nicht wirklich eine Farbe, aber das lassen wir hier mal außer acht :-). Der Hintergrund war sehr schnell und einfach gebastelt. Ich besitze schon länger ein Hintergrundstativ und musste daher nur noch eine passende Tapete finden, die ich verwenden wollte. Ein-zwei Ausflüge in den Baumarkt später hatte ich auch eine entsprechende gefunden. Eine Rolle reicht dabei völlig aus, wenn ihr nur stehende Posen fotografiert. Auf einer Rolle sind ca. 10m bei einer Breite von 50cm. Diese kann man einfach mit Panzertape zu drei Bahnen zusammenkleben und man hat einen 1,5m breiten Hintergrund zu ca 3m Höhe. Oben hab ich noch eine Lasche rein geklebt und fertig. Der Vorteil ist dieser Hintergrund ist wiederverwendbar und man kann so relativ günstig einen Vorrat an verschiedenen interessanten Hintergründen lagern ohne dafür viel Platz zu brauchen. Leider hab ich noch keine geschickte Art gefunden die Hintergründe zu lagern, damit sie nicht knicken. Aber sobald ich etwas passendes habe werde ich es posten.

Das schwierige bei dieser Variante ist nur einen lückenlosen Übergang zwischen den Tapetenbahnen hin zu bekommen. Außerdem muss am Ende auch das Muster noch passen. Die meisten Probleme traten dabei an den Stellen auf, an denen ich die Tapete nicht direkt verklebt hatte. Ich hab mich entschieden alle 20-30 cm mit einem Klebestreifen die Tapeten an der Rückseite zusammenzukleben, wodurch je nach Steifheit oder Lage der Tapete Lücken zwischen den Bahnen entstanden. Das nächste Mal ist es wahrscheinlich geschickter die komplette Länge zu kleben. Aber zum Glück gibt es ja den Kopierstempel ^^. Also wer eine kostengünstigen Lösung für einen Fotohintergrund sucht, dem kann ich die Tapetenvariante nur empfehlen.

Somit war der Hintergrund fertig. Als Lichtsetup wollte ich eine kontrastreiche aber klassische Ausleuchtung erreichen. Daher hab ich mit zwei Softboxen gearbeitet, die ich auf 3 und auf 8 Uhr platziert hatte. Da Sarah hauptsächlich auf ihrer linken Seite tätowiert war hab ich dieser Seite auch das Hauptlicht spendiert. Ein weiteres Problem entstand dabei allerdings durch den Hintergrund. Wie auf dem Foto oben zu sehen, hat die Tapete schwarze Muster, die leider sehr glänzend waren. Ich musste also die ganze Zeit darauf achten nicht in einem Winkel zu der Tapete zu fotografieren, das ich Reflexionen auf das Foto bekomme. Und das auf beiden Seiten. Dies artete leider oft zu ewigen Schiebereien aus in denen ich Model, Hintergrund, Blitzköpfe und Kamera ausrichten musste. Teilweise war dies wie ein Puzzle. Wenn ich keine Reflexionen im Bild hatte kam das Licht wieder aus der falschen Richtung und andersherum. Aber so war es wenigstens nicht langweilig und wir haben es mit Humor genommen 🙂

Soviel zu meinem Setup mit low budget Hintergrund. Ich hoffe die Erfahrungen helfen euch weiter und regen an sich vielleicht doch mal vom tristen Standardhintergrund zu verabschieden. Wie immer gibt es noch ein paar Bilder vom ersten Teil des Shootings und in den nächsten Tagen folgen dann die Bilder aus dem Low Key Teil.